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Herbstgutachten der Forschungsinstitute

Die zahlreichen Schocks aus dem Ausland – die neuerliche Verschärfung der Finanzmarktkrise, die globale Abschwächung der Konjunktur und die nachwirkenden Rohstoffpreisanstiege – setzen die deutsche Wirtschaft einem Härtetest aus und belasten die gesamtwirtschaftliche Aktivität spürbar. Zu diesem Ergebnis kommen die wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten. Eine Rezession ist allerdings aus Sicht der Institute weniger wahrscheinlich, wenngleich die Risiken gestiegen sind. So rechnen sie eher damit, dass sich die Konjunktur nach der Jahreswende wieder fangen und es im Verlauf des Jahres 2009 bereits zu einer allmählichen Erholung kommen wird. Die Institute prognostizieren für 2008 im Jahresdurchschnitt ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von preisbereinigt 1,8 % und für das Jahr 2009 von 0,2 %.

Dieses Basisszenario der wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute beruht auf der Annahme, dass die Finanzmarktkrise beherrschbar bleibt. Aufgrund der ausgeprägten Unsicherheiten an den Finanzmärkten haben die Institute zusätzlich ein Risikoszenario dargestellt. Danach würde die gesamtwirtschaftliche Leistung im nächsten Jahr um 0,8 % zurückgehen.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: “Die Institute haben mit ihrer Prognose der ernsten Situation an den Finanzmärkten Rechnung getragen. Die Belastungen aus dem globalen Umfeld sind erheblich und werden auch die deutsche Wirtschaft nicht unbeeindruckt lassen. Die Institute halten zwar ein Abgleiten in eine ausgeprägte Rezession für wenig wahrscheinlich, es ist aber jetzt Aufgabe aller Beteiligter – der Unternehmen, Banken, der Tarifparteien und es Staates – dies zu verhindern.”

Die Institute weisen in ihrem Gutachten ausdrücklich darauf hin, dass die weitere Entwicklung wesentlich davon abhängen wird, inwieweit es gelingt, die Vertrauenskrise an den Finanzmärkten einzudämmen. Dabei darf ein fallweises Krisenmanagement den Blick für eine umfassende Lösung der zugrunde liegenden Probleme im Bankensektor nicht verstellen.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: “Die Bundesregierung hat gestern ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der Finanzmärkte verabschiedet. Sie setzt damit in Abstimmung mit ihren Partnerländern alle gebotenen Mittel ein, um die Finanzmarktkrise einzudämmen und negative Auswirkungen auf die Realwirtschaft zu begrenzen. Dabei werden wir darauf achten, Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden und die Steuerzahler nicht stärker zu belasten als notwendig.”

Die Institute sprechen sich gegen klassische Konjunkturprogramme aus und regen stattdessen an, wachstumsstärkende Maßnahmen vorzuziehen.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: “Vertrauen und funktionsfähige Finanzmärkte sind Voraussetzung für eine wachstumsstarke Wirtschaft. Wir sollten aber die Wachstumskräfte zusätzlich stärken. Ich begrüße deshalb die Forderung der Institute, die heimlichen Steuererhöhungen zurückzugeben.” Quelle: PM und Foto: © Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

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