Ein EU Firmen- und Branchenportal

Ihre Firma, Unternehmen eintragen...

openEU - Gazdasági Portál Open UE Portal Economic openEU Austria


Bankgeschäfte grenzenlos

In diesem Monat wurde ein System eingeführt, mit dem Unternehmen Zahlungen direkt vom Konto eines Kunden in einem anderen EU-Land abheben können. Dadurch könnte z. B. den Besitzern von Ferienhäusern, Studierenden und Rentnern, die im Ausland leben, das Leben erleichtert werden.

Durch Lastschriftverfahren können sich Bankkunden den Ärger mit dem Ausstellen von Schecks oder häufigen Überweisungen beim Bezahlen von Rechnungen ersparen. Normalerweise wird dieses Verfahren für regelmäßige Rechnungen wie Strom, Gas, Wasser, Telefon oder Zeitschriftenabonnements verwendet.

Früher war das Lastschriftverfahren auf Unternehmen mit Sitz im selben Land wie die Bank des Kunden beschränkt. Jetzt jedoch bieten über 2 500 Banken Lastschriftverfahren über die Landesgrenzen hinaus an.

Und es werden noch mehr hinzukommen: Alle Banken in den Ländern der Eurozone müssen bis November 2010 grenzüberschreitende Lastschriftverfahren eingeführt haben. Banken außerhalb der Eurozone haben Zeit bis November 2014.

Das System ist nicht nur ein wichtiger Schritt in Richtung einer wirklich integrierten Wirtschaft in der EU, sondern stützt sich auch auf neue Bestimmungen, um zu gewährleisten, dass Lastschriftverfahren so einfach und sicher über Landesgrenzen hinweg durchgeführt werden können, wie zuhause.

Schon jetzt können die Europäer ihre Kundenkarten verwenden, um in anderen Ländern Geld abzuheben. Was noch kommen wird: grenzenloses Debitkarten-Shopping. In absehbarer Zeit werden Kunden in der Lage sein, mit nur einem einzigen Bankkonto zuhause und nur einer Bankkarte überall in der EU alle Bankdienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Abgesehen von den 27 Nationen der EU sind fünf andere Länder System-Teilnehmer: Island, Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Monaco.

Das ist aber noch nicht alles: Bald wird es für Bankkunden einfacher sein, in ihrem eigenen Land die Bank zu wechseln. Die Banken sind übereingekommen, dass die neuen Banken den Kunden dabei unterstützen sollen, die alten Konten zu schließen und den verbleibenden Restbetrag zu überweisen. Die meisten nationalen Bankenverbände haben sich diesem Standard angeschlossen.

Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA)

Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) ist eine Initiative des europäischen Bankwesens, durch die der elektronische Zahlungsverkehr im Euro-Währungsgebiet genauso einfach wird wie innerhalb eines Landes – wie beispielweise bei Kreditkarten, Debitkarten, Banküberweisungen oder Lastschriften. Das SEPA-Projekt wird von der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank unterstützt. Mit der Richtlinie über Zahlungsdienste wird der nötige Rechtsrahmen für SEPA und für bessere Zahlungsbedingungen in den EU-Ländern geschaffen.

In der Praxis heißt dies, dass Sie dank SEPA schnelle und sichere Überweisungen zwischen Bankkonten im gesamten Euro-Währungsgebiet vornehmen und bei Ihren Einkäufen im Ausland Ihre Debitkarte für Zahlungen in Euro verwenden können: einfach wie zu Hause.

Durch SEPA werden auch sämtliche Zahlungsvorgänge verbessert – unabhängig davon, ob es sich um Inlandszahlungen handelt oder um grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zwischen zwei Ländern des Euro-Währungsgebiets. Von den neuen Vorschriften, die eine transparente Preisgestaltung und schnelle Bearbeitung gewährleisten, werden alle Verbraucher profitieren.

Die Banken können seit dem 1. Januar 2008 die ersten SEPA-Produkte anbieten und arbeiten darauf hin, dass SEPA bis Ende 2010 für jedermann Wirklichkeit ist.

Quelle: PM & Bild © Europäische Kommission

Hier finden Sie thematisch passend weitere Einträge aus unserem Firmenportal, oder aktuelle Beiträge aus den EU Wirtschaftsnews:

Über den Wolken

Infocenter

Hier können Sie zielgerichtet über Ihr Unternehmen informieren.


Zielgerichtete Werbung für KMU

Unternehmen

QCells
Samsung
Dräger
Confid GmbH
Tisoware


Jährliches Archiv